
(Thema Der Weg zu Krishna)
Das in spirituellen Kreisen oft zitierte Karmagesetz
sollte man nicht als mechanische Funktion verstehen, die einem
automatisch für verursachtes Leid dieselbe Menge Leid zurückführt oder
durch gute Taten eine Menge an Glück zurückgibt.
Das Karmagesetz widerspiegelt den Plan einer
göttlichen Harmonie. Es ist die äussere Hilfe von Gott an uns Seelen, um
durch karmische Reaktionen persönliche Lernerfahrungen machen zu können. Jede karmische Reaktion trägt in irgendeiner Form eine Botschaft Gottes
in sich. Je stärker wir entgegen der göttlichen Harmonie leben, desto
intensiver werden die Reaktionen auf unser Handeln sein. Wenn Seelen den göttlichen Plan ignorieren wollen, so lässt Gott auch diesen
freien Willen der Lebewesen zu und öffnet Tore und Wege in "gottlose"
Dimensionen und Welten, wo die Lebewesen ihre eigenen Gesetze erstellen und
danach leben können.
Manchmal ist jedoch auch für den Transzendentalisten,
der sich auf
dem Weg zu Gott befindet, die Botschaften aus karmischen Reaktionen nur schwer
verständlich. Der Wille, die Botschaft zu verstehen, Zeit, Geduld
und persönliche Reifeprozesse bringen jedoch die Botschaften ans Licht.
Es wäre schade, Gott für
unverständliche karmische Reaktionen anzuklagen. Wir sollten solche
Reaktionen als Anlass zur persönlichen Reflektion nehmen. Inmitten
karmischer Reaktionen sollten wir den Spiegel zur Hand nehmen, nicht das
Schild.