
(Thema Selbsterkenntnis)
Die Veden beschreiben den atma als
das wahre Selbst
, die ewige unzerstörbare innere Gestalt jedes Wesens.
Atma wird häufig mit 'Seele' übersetzt. Die westliche (oft
auch die christliche), von der Psychologie beeinflusste Denkweise, meint mit
dem Begriff 'Seele' die feinstoffliche oder die psychische Struktur des Lebewesens.
Mit dem Begriff Atma ist jedoch nicht dieser veränderliche Stoff
der feinen Materie gemeint. Atma bezieht sich einzig auf die
ewige und unveränderliche Identität, das ICH BIN, das bewusste und unwandelbare SELBST,
der Empfänger jeglicher Wahrnehmung. Es ist dieses innerste unzerstörbare
ICH, das von den feinstofflichen Hüllen und dem grobstofflichen Körper
eingekleidet und bedeckt wird. Es ist der Atma, der diesen Hüllen für
einen gewissen Zeit-Raum Leben verleiht. Es ist die Seele, die die wahre Identität des
Menschen (aber auch aller Individuen) ist. Die Seele ist der Kern des göttlichen Bewußtseins, der in
jedem präsent ist.
In der Bhagavad-Gita (2.12) sagt Krishna (Gott) zu
Arjuna:
"Niemals gab es eine Zeit, in der Du nicht existiertest,
und
niemals wirst Du aufhören zu sein."