
(Thema Irrwege und Umwege)
Es geht auf dem Weg zur
letztendlichen spirituellen Wahrheit nicht darum, das "Selbst" zu verlieren, sondern darum,
falsche Identifikationen des Selbst aufzugeben. Diese falschen
Vorstellungen könnte man auch "falsches Ego" nennen. Das falsche Ego
sollen wir hinter uns lassen.
Das ICH, unser tiefster
Wesenskern löst sich auch in der spirituellen Realität nicht auf.
Seinen freien Willen und
seine Eigenverantwortung aufzugeben und diesen an seinen Lehrer (Guru,
spiritueller Meister) oder an eine religiöse Institution abzutreten,
deutet auf ein falsches Verständnis des Ego-Aufgebens hin. Wir haben
einen freien Willen. Liebe setzt den freien Willen
voraus. Wir müssen uns auch frei entscheiden können, Gott nicht zu
lieben.
Es kann niemand die
Verantwortung für unsere eigenen Handlungen
übernehmen, noch wäre es angemessen, die Verantwortung abschieben zu
wollen.