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Das Konzept der Illusion beschreiben die vedischen Schriften wie
folgt:
In der spirituellen Welt ist das Bewusstsein und die
Wahrnehmung eines jeden Atma auf Gott, Krishna, ausgerichtet.
Gott ist der Allanziehende und für die Seelen das Zentrum
jeglicher Wahrnehmung. Unsere hier wahrnehmbare Welt, ist ein Übungsfeld für jene
Seelen, die selber im Zentrum stehen möchten. Um diesen Wunsch
der Seelen zu erfüllen, manifestiert Gott die illusionierende Energie
– maya shakti.
Der freie Wille ist ein Grundrecht jedes Individuums.
Er ist Grundlage und Voraussetzung für Liebe. Ohne freien Willen wäre
alles Zwang. Durch freien Willen kann jede Seele wählen, ob sie
Gemeinschaft mit Gott haben will oder nicht. Die Maya-Energie ist
erforderlich, um uns die Freiheit zu gewähren, Gott nicht direkt
wahrzunehmen.
Die illusionierende
Energie bewirkt, dass der atma im Zentrum seiner Wahrnehmungen steht. Alles
was wahrgenommen wird, scheint einen direkten oder indirekten
Zusammenhang mit dem Wahrnehmenden zu haben. Die Maya-Energie verschleiert
die eigentliche Omnipräsenz von Gott. Maya ist also ein
Bewusstseinszustand, der entsteht, wenn wir unsere ursprüngliche
Identität vergessen und uns mit vergänglichen Formen
identifizieren. Identität und Identifikation sind nicht dasselbe!
Der verwirklichte Transzendentalist kann diese Welt der Materie
durchaus als Realität wahrnehmen und sich darin bewegen, doch er sieht
sie nicht mehr als getrennt von Gott, er sieht überall in dieser Welt
die Präsenz Gottes. Die Materie als solche ist keine Illusion, sie ist
eine Realität die sich ständig wandelt.. |

Wer erleuchtet
ist,
sieht mich überall und sieht alles in
mir.
Diejenigen, die mich in allem
und alles in mir sehen,
sind nie von mir getrennt,
und ich bin nie von ihnen getrennt.
(Bhagavad-gita 6,30-31) |