
Die Weltenseele (oder Überseele)
ist eine Erweiterung Gottes, die in der Welt der Materie allgegenwärtig ist
und
jedes Lebewesen, ja sogar jedes Atom mit Ihrem Bewusstsein durchdringt.
Sie
ist das kosmische Gedächtnis und kenner der Vergangenheit und Gegenwart. Sie ist der
ständige Begleiter der Lebewesen, die leise inneren Stimme, die den
Suchenden führt. Die Überseele ist Gott im Herzen, der meistens unerkannte
Begleiter.
Die vedischen
Schriften geben das Gleichnis von zwei Vögeln auf einem Baum. Der eine
Vogel (atma) ist ständig begierig, die
Früchte des Baumes zu geniessen (wir, die wir die Freuden dieser Welt
erleben wollen). Der andere Vogel (paramatma) sitzt ebenfalls im Baum und
beobachtet seinen Freund (atma), der, durch den Verzehr von
bekömmlichen und ungeniessbaren Früchten, Freuden erfährt und der Natur
dieser Welt nach auch Leiden erlebt.
Es gibt
nichts über mir; ich bin allumfassend [absolut]. Das gesamte Universum
[alles Relative] ist in mir, getragen wie Perlen [einer Perlenkette] von
der Seidenschnur.
(Bhagavad-gita 7,7)
Krishna spricht zu Arjuna: Ich bin der Kenner in allen
Körpern. Den Körper und seinen Besitzer zu kennen wird als Wissen
bezeichnet. Das ist meine Ansicht.
(Bhagavad
Gita 13.3)
Ich weile im
Herzen jedes Lebewesens. Von mir kommen Erinnerung, Wissen und
Vergessen. Das Ziel aller vedischen Schriften ist es, Mich zu erkennen.
Ich bin der Verfasser des Vedanta und Die Quelle des Wissens.
(Bhagavad Gita 15.15)